Sprintstaffel wird Bayerischer Meister!

Die Startgemeinschaft Forchheim-Fürth mit Gold über 4x100m. Foto: Kiefner

Am ersten Augustwochenende fanden die Bayerischen Meisterschaften der Männer, Frauen und U18 in Hof statt, sehr zur Freude der Forchheimer, die damit eine kurze Anreise hatten. Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und das Stadion mit seiner überdachten Haupttribüne genau passend für einen Wettkampf dieser Größenordnung.

 

Die 100m waren der buchstäbliche Startschuss in diese Meisterschaften. Michaela Blanck wurde mit 12,52 Dritte in ihrem Vorlauf (Christine Priegelmeir erzielte für sie indiskutable 13,27), Hendrik Gühlen wurde mit Saisonbestleistung von 11,23 Vierter und so qualifizierten sich beide für das Halbfinale ca. eine Stunde später. Ebenso qualifizierte sich Janina Buck mit soliden 12,50 für das Halbfinale. Hier steigerte sie sich auf 12,41 und kam damit sehr nah an ihre persönliche Bestleistung heran (12,37).  Michaela lief 12,57, was, wie bei Janina, nicht für das Finale reichen sollte. Aufgrund des hohen Niveaus hätten schon 12,17 hergemusst (nach Verzicht 3er Athletinnen dann 12,28), was nach einer Sommergrippe im Saisonverlauf für Michaela einfach nicht möglich war.

 

Hendrik konnte seine gute Form bestätigen, wobei seine 11,24 bei nur 0.1 Rückenwind deutlich höher einzuschätzen war als seine Vorlaufzeit bei 1.5 Rückenwind. So wäre der Finaleinzug, für den 11.14 gefordert waren, nicht unmöglich gewesen. Die beiden anderen männlichen Sprinter – Moritz Hecht und Dominik Eckner – gaben den 400m den Vorzug. Dominik absolvierte sein erst zweites 400m-Einzelrennen und konnte mit persönlicher Bestleistung von 50,90 seinen Zeitendlauf gewinnen und belegte Platz 9. Für Moritz ging es dann um eine mögliche Medaille. Er hatte diese Saison das Kunststück vollbracht und vier Rennen innerhalb von 9 Hundertstelsekunden absolviert (50,76 – 50,67). Und so hieß es Gas geben, allerdings auf der ungünstigen Bahn 1 im am schnellsten besetzten Rennen. Bis 50m vor dem Ziel sah es dann auch wirklich nach Medaille aus, allerdings zog es ihm dann den bei Langsprintern unbeliebten, aber bekannten Stecker. Eine Saisonbestleistung von 50,35 und Platz 5 sprang dann doch für ihn heraus.

 

Am späteren Nachmittag ging Janina dann noch in ihrer Paradedisziplin, dem Weitsprung, an den Start. Da waren die Bedingungen nicht mehr ganz optimal, zumal es nach einem Regenschauer mit ca. 15°C ziemlich kühl würde. Davon unbeeindruckt legte Janina routiniert und mit ihrer ganzen Erfahrung einen sehr guten Wettkampf hin und konterte im 6. Versuch mit 5.54 m und wurde damit verdient Bayerische Vizemeisterin im Weitsprung der Frauen.

Zwei Stunden nach den 400m-Läufen kam es noch zum Staffel-Showdown. In der Startgemeinschaft mit Niklas Wiethoff vom LAC Quelle Fürth sollte dann die Medaille her. Aufgrund der Vorbelastungen von Niklas mit drei 100m-Läufen, Hendrik mit 2x100m, und den beiden 400m-Männern, keine leichte Aufgabe. So entschied die Trainerin Christine Priegelmeir, die Ablaufmarkierungen etwas zu verringern, um sichere Wechsel zu haben. Der Plan ging auf und mit Saisonbestleistung von 42,21 in der Reihenfolge Niklas – Dominik – Hendrik – Moritz rannten die vier Männer zum Bayerischen Meistertitel. Ein toller Abschluss für den ersten Meisterschaftstag!

 

Am zweiten Tag starteten erneut die drei üblichen Verdächtigen über die 200m. Nach sechs Vorläufen wurde auf zwei Finals reduziert, wobei Hendrik (Vorlaufsieg in 22,45) und Moritz (VL 22,62 – Saisonbestleistung) das B-Finale erreichten. Dominik fand aus seinem 400m-Schritt schwer heraus (22,95) und war nicht so unglücklich darüber, nicht noch einmal laufen zu müssen. Im B-Finale dann ballerte Moritz Hecht los und kam als erster aus der Kurve, wobei Hendrik auf der Zielgerade seine ganze Erfahrung ausspielte. So kamen sie dann mit 22,42 (Moritz, erneut SB) zu 22,46 (Hendrik) ins Ziel, was in der Endabrechnung Platz 9 und 10 bedeutete.

 

Bei den Frauen waren es Sabrina Menzler und Christine Priegelmeir, die für Forchheim an den Start gingen. Sabrina lief 26,57 und erreichte das B-Finale, wobei Christines 27,05 dafür nicht reichten. Am Ende belegte Sabrina mit 26,67 Platz 10.

 

Eine schöne Überraschung waren die 100m Hürden! Michaela Blanck war das letzte Mal (damals noch für die LG Erlangen) im Jahr 2022 diese Strecke in 15,73 gelaufen. Nach ein paar wenigen spezifischen Trainingseinheiten, in denen sie mit Hürdencoach Jan Schindzielorz an ihrer Hürdentechnik feilte, verbesserte sie im Vorlauf ihre persönliche Bestleistung auf 15,05 und erreichte das Finale! Dort belegte sie Platz 7 in 15,15 und bestätige ihr gutes Niveau.

 

Bericht: Christine, Jan, Joachim

 

 

 

 


Janina wird Vizemeisterin im Weitsprung, Foto: Kiefner
Dominik Eckner, Foto: Kiefner
Hendrik Gühlen, Foto: Kiefner